„SchulSportWelten“ präsentiert Schulrudern im Film

Das Internetportal „SchulSportWelten“ präsentiert Videos  für Schulen, Vereine und Nachwuchssportler. Es bietet eine Reise durch die SchulSportWelten Niedersachsens und berichtet über Bewegungs- und Sportangebote.
Für uns besonders interessant sind zwei Filme zum Schulrudern, aus Hannover und Osnabrück, die wir hier ausgewählt haben.

1. Rudern in der Schule

Wenn junge Menschen auf der Suche nach einer Sportart mit Tradition und Innovation sind, dann sollten sie sicher auch das Rudern ausprobieren. Besonders attraktiv ist dieses sportliche Angebot verständlicherweise, wenn die eigene Schule die Erprobung ermöglicht. 

An der Humboldtschule Hannover gibt es dazu mit dem RuderVerein Humboldtschule Hannover e.V. optimale Möglichkeiten. Die Schülerinnen und Schüler können sich im Rahmen dieser Kooperation für eine Arbeitsgemeinschaft anmelden und die Sportart nicht nur ausprobieren, sondern auch die ersten Schritte in Richtung Leistungssport gehen.


Dieser Filmbeitrag wurde vom Filmteam der Leibnizschule Hannover produziert.

2. Lehrkräfte und Charakterköpfe

Schule hat nicht nur einen Bildungsauftrag, sondern auch einen Erziehungsauftrag. Daher ist es eine wesentliche Aufgabe für Lehrkräfte, ihre Schülerinnen und Schüler unter anderem mit außerunterrichtlichen Angeboten auf die facettenreichen Anforderungen nach der Schulzeit vorzubereiten.

Bei diesem intensiven Austausch mit jungen Menschen kann es nur ein großer Vorteil sein, wenn es starke Lehrerpersönlichkeiten gibt. Peter Tholl am Gymnasium Carolinum in Osnabrück ist so ein Mensch, der die stetige Kommunikation mit seinen Schülerinnen und Schülern sucht und sie auf ihrem (sportlichen) Lebensweg als Charakterkopf begleitet. 


Dieser Film wurde produziert von NOZ Medien.

 

von Achim Eckmann

Festschrift: 100 Jahre Schüler-Ruder-Verband Niedersachsen

Der Schüler-Ruder-Verband Niedersachsen (SRVN) feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen und hat eine 120 Seiten umfassende Festschrift herausgegeben.

Es beginnt mit einem Grundsatzartikel des 1. Vorsitzenden Peter Tholl zur Situation des Schülerruderns in Niedersachsen. Darin fordert er für die Zukunft, „die Besonderheiten des Schülerruderns mutig zu betonen und für Innovationen offen zu sein. Aufgabe des Schülerruderns ist es, möglichst viele Schülerinnen und Schüler für das Rudern zu gewinnen und damit einen Beitrag zur Sozialisation und Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen zu leisten.“ Es folgen die Grußworte des Kultusministers, des Vorsitzenden des DRV, der ersten Stadträtin von Hannover sowie weiterer Persönlichkeiten.

Breiten Raum nimmt die Aufarbeitung der Geschichte des Verbandes durch Thomas Sielenkämper ein. Am 5.7.1919 schlossen sich Ruderer aus Hameln, Hann. Münden und Eschwege zum Weser-Schüler-Ruder-Verband (WSRV) zusammen. Nach dem zweiten Weltkrieg gründeten mehrere Vorstandsmitglieder des WSRV den Nordwestdeutschen Schüler- und Jugend-Ruder-Verband. Die sich verstärkt entwickelnden föderalen Strukturen führten 1964 zur Abspaltung der hessischen Schulen. Die restlichen Vorstandsmitglieder änderten zum 1.1.1965 die Satzung und gaben sich den Namen: Schüler-Ruder-Verband Niedersachsen.

Es folgen Aufsätze zur Bedeutung des Schülerruderns für das Schulprofil bzw. für den DRV. Im Mittelpunkt der Festschrift stehen die Verbandsmitglieder. 22 Schülerruderriegen bzw. Schülerrudervereine stellen die unterschiedlichen Facetten ihrer Arbeit vor. Abgerundet wird dieser Teil durch Ausführungen zu Ruderwanderfahrten mit Schülern.

Komplettiert wird das Werk durch einen Statistikteil. Es werden die Erfolge bei den Bundesvergleichswettkämpfen, bei „Jugend trainiert für Olympia“ und beim Wanderruderwettbewerb aufgezählt. Sehr aufschlussreich ist die Auflistung von ehemaligen Schülerruderern, die später international für den DRV gestartet sind.

Interessenten können ein kostenloses Exemplar dieser Festschrift bei Peter Tholl anfordern: tholl@srvn.de oder Tel. 05404/996034.

Peter Tholl

Ein Feuerwerk des Schülerruderns in Hannover

Jubiläumsfeier „100 Jahre Schüler-Ruder-Verband Niedersachsen“:

Am Wochenende 8. – 10. November  fanden die Feierlichkeiten zum Jubiläum „100 Jahre Schüler-Ruder-Verband Niedersachsen“ in Hannover statt. In der Humboldt Schule Hannover fand am Samstag  der Schülerrudertag des BDSR statt. Gleichzeitig fanden ein Symposium zum Schulrudern mit 100 Teilnehmer/innen und ein Ergometerwettkampf der Schulruderer mit über 350 Teilnehmer/innen statt.

Am Sonntag gab es einen Festakt zum Jubiläum im Toto-Lotto Saal des Landessportbunds. In ihren Grußworten würdigten Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne, Hannovers Bürgermeister Thomas Herrmann und der Vorsitzende des LSB Niedersachsen Reinhard Rawe die Verdienste des SRVN für das Schulrudern in Niedersachsen. DRJ und DRV waren ebenfalls auf der Liste der Festtagsredner. Der 2. Vorsitzende der DRJ, Achim Eckmann, die 2. Vorsitzenden des DRV, Dag Danzglock und Moritz Petri, Jugendsekretär Marcel Sura und Generalsekretär Jens Hundertmark gratulierten dem Vorsitzenden des SRVN Peter Tholl herzlich zum Jubiläum.

Zwei Filmspots zum Schulrudern in Niedersachsen und zwei Talkrunden machten die Jubiläumsfeier zu einem Feuerwerk des Schülerruderns. Runde 1 war mit Pia Greiten, Peter Kluge und Tobias Kühne besetzt. Sie berichteten über ihre individuellen Werdegänge vom Schülerrudern bis hin zur Nationalmannschaft. In Runde 2 kamen der Landestrainer am BSP Hannover, Tobias Rahenkamp, der 2. DRV Vorsitzende Moritz Petri und Björn Gerß zu Wort. Sie berichteten über den Einfluss des Schülerruderns auf ihre beruflichen Werdegänge und das anhaltende Engagement für den Rudersport. Für einen großartigen musikalischen Rahmen sorgte „Die Band“, ein Trio ehemaliger Schüler/innen der Humboldtschule Hannover. Zum 100. Jubiläum des SRVN ist ebenfalls eine Festschrift erschienen.

von Achim Eckmann

13. Schülerrudertag des BDSR in Hannover

Am 9. November fanden der Schülerrudertag des BDSR und die Sitzung  des Referats Schul- und Schülerrudern der DRJ in Hannover statt. Die Sitzung begann mit einem Totengedenken für unser Ehrenmitglied Wilhelm Gieseck und der Würdigung seiner Verdienste für das Schülerrudern.

Im Mittelpunkt der Beratungen standen insbesondere die Möglichkeiten von Vernetzung zwischen dem Schulrudern und Vereinsrudern standen dabei. Die Übergänge zwischen Schulsport und Vereinssport sind nur dann attraktiv, wenn beide Partner, Schule und Verein, einen Gewinn aus der Zusammenarbeit haben. Die genaue Bestimmung von Maßnahmen, die dieser Bedingung entsprechen, soll in der geplanten DRJ-Gremiensitzung im Januar 2020 erfolgen. Die DRJ-Aktion „Rudersport und Schule – Die schnellste 5.–7. Klasse im Ergometerrudern“ war mit 10.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern auch 2019 wieder ein sehr großer Erfolg. Die Aktion unterstützt Schulen und Vereine, miteinander in Verbindung zu kommen, um dann weitere gemeinsame Maßnahmen durchzuführen. Bereits 2020 soll „Rudersport und Schule“ auf weitere Jahrgangsstufen ausgeweitet werden, um noch mehr Schülerinnen und Schülern für den Rudersport zu gewinnen.

Es wurde auch erörtert, ob zwei weitere Ruderwettkämpfe in den Rahmen von Jugend trainiert für Olympia integriert werden können, ähnlich wie es mit dem erfolgreichen Schülerinnen- und Schüler-Achter-Cup gelungen ist. Ob diese Erprobungsmaßnahme bereits zum Bundesfinale 2020 durchgeführt werden kann, ist allerdings noch offen.

Bei den Wahlen zum Vorstand gab es für alle drei Vorstandspositionen eine Wiederwahl: Peter Tholl (Osnabrück) wude als 1. Vorsitzender, Achim Eckmann (Hamburg) als 2. Vorsitzender und Heinz Freund (Kassel) als Kassenwart wiedergewählt.  Die Versammlung beschloss einstimmig, dass der Schülerinnen-Achter-Cup der DRJ auch im Jahr 2020 mit einer Spende von 500,00 Euro weiterhin unterstützt werden soll. Die Versammlung sprach sich ebenfalls dafür aus, die Erprobungsmaßnahme der Ruderer beim Bundesfinale JTFO finanziell zu fördern.

Die Tagung fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jubiläum „100 Jahre Schüler-Ruder-Verband Niedersachsen“ in der Humboldt Schule Hannover statt. Gleichzeitig fanden ein Symposium zum Schulrudern mit 100 Teilnehmer/innen und ein Ergometerwettkampf der Schulruderer mit über 350 Teilnehmer/innen statt.

von Achim Eckmann

Nachruf auf Wilhelm Gieseck

Ende Oktober starb im Alter von 90 Jahren Wilhelm Gieseck.

Der Verstorbene hatte großen Anteil an der Entwicklung des Schul- und Schüler-Ruderns in den 1970/80-iger Jahren. Als Lehrer am Helmholtz-Gymnasium in Essen war er von 1967 bis1993 Protektor der SRR MARK. Er war auch lange Jahre Vorsitzender des Schüler – Ruderverbandes Nordrhein-Westfalen und des Bundes Deutscher Schüler-Ruderverbände, dessen Ehrenvorsitzender anschließend wurde.

In dieser Eigenschaft setzte er sich in besonderem Maße gemeinsam mit den Vertretern des Schüler Ruderns aus den „klassischen“ Schülerruder-Bundesländern Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein für die pädagogischen Schwerpunkte, die das Schülerrudern in besonderem Maße bietet, ein. Hierzu gehören vor allem die Entwicklung zum verantwortlichen, sozialen Handeln und zum selbstständig handlungsfähigen jungen Menschen, der auch gelernt hat, Verantwortung und Führungsaufgaben zu übernehmen.

Auch die Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung der gemeinsamen Ziele mit der DRJ und dem DRV wurden deutlich enger und ergiebiger. Die Basis hierfür bildete das neue geschaffene Referat Schülerrudern, in dem die Vertreter des Schülerruderns aus allen Bundesländern zusammen kamen und gemeinsam beraten konnten. Durch das Referat war auch die Einflussnahme auf den weltweit größten Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ im Bereich Rudern möglich.

Die Arbeit von Wilhelm Giesecke und seiner Mitarbeiter wird heute von jungen, engagierten Protektoren und Ruderlehrern in seinem Sinne fortgeführt.

Wilhelm Giesecks Arbeit wird immer ein Bestandteil für die Zukunft des Schülerruderns sein.

von Wolfgang Knierim