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Nachruf auf Wilhelm Gieseck

Ende Oktober starb im Alter von 90 Jahren Wilhelm Gieseck.

Der Verstorbene hatte großen Anteil an der Entwicklung des Schul- und Schüler-Ruderns in den 1970/80-iger Jahren. Als Lehrer am Helmholtz-Gymnasium in Essen war er von 1967 bis 1993 Protektor der SRR MARK. Er war auch lange Jahre Vorsitzender des Schüler – Ruderverbandes Nordrhein-Westfalen und des Bundes Deutscher Schüler-Ruderverbände, dessen Ehrenvorsitzender anschließend wurde.

In dieser Eigenschaft setzte er sich in besonderem Maße gemeinsam mit den Vertretern des Schüler Ruderns aus den „klassischen“ Schülerruder-Bundesländern Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein für die pädagogischen Schwerpunkte, die das Schülerrudern in besonderem Maße bietet, ein. Hierzu gehören vor allem die Entwicklung zum verantwortlichen, sozialen Handeln und zum selbstständig handlungsfähigen jungen Menschen, der auch gelernt hat, Verantwortung und Führungsaufgaben zu übernehmen.

Auch die Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung der gemeinsamen Ziele mit der DRJ und dem DRV wurden deutlich enger und ergiebiger. Die Basis hierfür bildete das neue geschaffene Referat Schülerrudern, in dem die Vertreter des Schülerruderns aus allen Bundesländern zusammen kamen und gemeinsam beraten konnten. Durch das Referat war auch die Einflussnahme auf den weltweit größten Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ im Bereich Rudern möglich.

Die Arbeit von Wilhelm Giesecke und seiner Mitarbeiter wird heute von jungen, engagierten Protektoren und Ruderlehrern in seinem Sinne fortgeführt.

Wilhelm Giesecks Arbeit wird immer ein Bestandteil für die Zukunft des Schülerruderns sein.

von Wolfgang Knierim

Zum Tod von Willi Monecke

Am 13. Januar 2018 verstarb im Alter von 77 Jahren Willi Monecke der ehemaliger Protektor der Ruderriege am Greselius-Gymnasium und Leiter der Abteilung Rudern im TUS Bramsche.

Willi Monecke gründete 1970 die Ruderriege am Greselius-Gymnasium. 1971 wurde die erste Bootshalle am Mittellandkanal errichtet, die inzwischen zu einem „richtigen“ Bootshaus ausgebaut wurde. Der erste große sportliche Erfolg war 1974 die Teilnahme eines Bramscher Vierers am Bundesfinale des Wettbewerbs der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin. Die Aktiven der Ruderriege und des TUS Bramsche errangen seitdem immer wieder große Erfolge. Außerdem führte er mit seinen Ruderern zahlreiche Wanderfahrten durch. Anfang 2006 ging er in den Ruhestand, war aber noch als Pensionär bis 2010 als Ausbilder und Trainer aktiv.
Im Juni 2016 erhielt Willi Monecke die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In seiner Laudatio bezeichnete ihn Landrat Dr. Michael Lübbersmann als einen „Pionier des Rudersports im Landkreis Osnabrück“, der mit seinem sozialen Engagement viel für unsere Gesellschaft geleistet hat.
Durch den Aufbau der Ruderriege am Greselius-Gymnasium hat Willi Monecke das Schülerrudern in Niedersachsen vorangebracht. Er war Starter bei den Regatten in Hannover und hat durch seine klaren sowie humorvollen Beiträge bei den Verbandstagen immer wieder Impulse gegeben. 2006 wurde er zum Ehrenmitglied des Schüler-Ruder-Verbandes Niedersachsen gewählt.
Die Schülerruderer werden „Willi“ als einen Protektor in Erinnerung behalten, der mit seiner Begeisterung für den Rudersport insbesondere die Entfaltung der Persönlichkeit von Heranwachsenden begleitet hat.

Peter Tholl