Sitzung des Referates Schul- und Schülerrudern und BDSR

Das Referat Schul- und Schülerrudern der DRJ und der Bund Deutscher Schülerruderer tagten vom 21. – 23. November 2025 in der Jugendherberge in Hannover. Gleichzeitig traf sich der Vorstand der DRJ. Neben getrennten gab es auch gemeinsame Sitzungen, die in einer konstruktiven Atmosphäre abliefen („Wir verfolgen das gleiche Ziel!“).

Im Mittelpunkt stand das Bundesfinale in Berlin mit den Wettbewerben „Jugend trainiert für Olympia“, Achter- und Deutscher Schüler-Rudercup. Die Verbindung dieser drei Wettbewerbe wurde von den Anwesenden als sehr positiv bewertet. Außerdem wurde für die Teilnehmer am Achter- und am Schülercup ein kostenloses Kulturprogramm veranstaltet. Es nahmen in diesem Jahr ca. 700 Schüler an den Wettkämpfen teil. Das führte zu einer Belebung der Veranstaltung und zu einem lückenlosen Ablauf.

Für das kommenden Jahr wünschen sich die Teilnehmer Kleine Finals für den Achter- und den Schüler-Rudercup. Außerdem wurde über eine einheitliche Ausschreibung der beiden Wettbewerbe gesprochen. Online zugeschaltet war der Geschäftsführer des Landesruderverbandes Berlin Axel Müller. Mit ihm wurde über die Organisation und die Durchführung der Regatta gesprochen. Es wurde vereinbart, im März in Berlin ein Gespräch mit Vertretern der Deutschen Ruderjugend und der Berliner Organisatoren durchzuführen.

Ferner wurde über das Thema „Sicherheit beim Rudern“ gesprochen.  Anfang November waren in Bad Kreuznach auf der Nahe bei erhöhtem Wasserstand Jugendliche mit einem Vierer gekentert. Glücklicherweise gab es keinen Personenschaden. Zur Sprache kam das Rudern bei niedrigen Temperaturen und der Einsatz von Schwimmwesten sowie die besondere Gefahr beim Rudern in steuermannslosen Booten.

Weitere Themen waren: Wanderfahrten und Fahrtenwettbewerbe, Aus- und Fortbildungen, Prävention bei interpersonaler Gewalt im Sport sowie das Schulsportkonzept für die Deutsche Schulsportstiftung. Das Treffen klang am Sonntagmittag mit einer gemeinsamen Feedbackrunde aus. Dort wurde noch einmal von den Teilnehmern die angenehme Gesprächskultur während der Sitzungen gewürdigt.

Beitragsbild: Der Vorstand der DRJ und die Teilnehmer der gemeinsamen Sitzung von Referat und BDSR.

Text und Fotos: Peter Tholl

 

Schulbootshaus in Wiesbaden eingeweiht

Großer Jubel im Schiersteiner Hafen – rund 8 Jahre nach dem Breakdown des alten Schulbootshauses und 19 Jahre nach der Feststellung, dass das alte Schulbootshaus marode ist – wurde das neue Schulbootshaus von Oberbürgermeister Mende, dem Schuldezernenten, und den Verantwortlichen der Stadtentwicklungsgesellschaft und der am Bau beteiligten Ämter mit einem Festakt eingeweiht. Die Direktoren zweier der rudernden Schulen, sowie Andreas Hasse, der Vorsitzende der RG Wiesbaden-Biebrich (RWB) lobten in ihren Grußbotschaften die Entschlossenheit und den Willen der Stadt den Rudersport in Schulen und Verein nachhaltig zu unterstützen.
Das Regionale Talentzentrum an der Elly-Heuss-Schule ermöglicht es jungen Talenten nach dem niedrigschwelligen Einstieg über die Ruder AGs dann über die Talentfördergruppen und dem E-Kader sich dem Leistungsrudern zu nähern, um dann in die Leistungsgruppen der RWB zu wechseln.

Historie: Beginn, sportliche Blütezeit und Zerfall

Nach den Anfängen des Schulruderns in Wiesbaden vor rund 100 Jahren wurde dieses Konzept in den 1970er Jahren von Irmgard Linke mit dem Ankauf des ersten schwimmenden Bootshauses ins Leben gerufen. Dieses erwies sich schon bald als zu klein, so dass 1984 das Land Hessen und die Stadt Wiesbaden ein neues Schulbootshaus anschafften.  Der Rudersport in Wiesbaden wuchs und gedieh und mit Sebastian Schulte und Sebastian Schmidt schafften es zwei ehemalige Ruderzwerge aus dem Schiersteiner Hafen während der 00er Jahre in den Deutschlandachter.
Das alte Bootshaus kam leider in die Jahre und war auch Opfer der allgemeinen Unterfinanzierung zum Erhalt von Schulbauten. Dazu kam, dass das Haus bei Niedrigwasser im Winter am Hafengrund festfror und bei steigendem Pegel ein Trimmtank abriss und der (ohnehin nicht mehr zeitgemäße) Fäkalientank leck schlug.
Es begannen die Zeiten von Dixieklo und Zugangssperren, die während der Coronabeschränkungen auch nicht geeignet waren, das Rudern nachhaltig zu fördern.
Erst mit dem Umzug ins provisorische Zelt 2022 und der Aussicht auf ein baldiges neues Haus gaben dem Rudersport wieder den nötigen Auftrieb. Und niemand weint dem provisorischen Zelt eine Träne nach. Neben dem normalen Schlamm setzten auch drei Hochwasser uns und dem Material zu. Schuhe und Griffe schimmelten dank der extremen Feuchtigkeit, auch die Entfernung zu den Toiletten war suboptimal und verhinderte zügige Abläufe. Mit der Anlieferung des neuen Bootshauses Ende Oktober hatte dann die Wartezeit ein Ende.

Festakt mit Bootstaufen

Zum Höhepunkt des Festakts zur Eröffnung, welcher vom Bläserensemble der Elly-Heuss-Schule eingerahmt wurde, bestiegen die Ehrengäste am provisorischen Steg das Kirchboot der Elly-Heuss-Schule und setzten zum neuen Bootshaus über, um unter dem Jubel der Massen die offizielle Eröffnung vorzunehmen.
Zeitgleich wurden von der Rudergesellschaft und der Elly-Heuss-Schule zwei Kindereiner getauft und von Geleitbooten über den Hafen ins neue Haus begleitet.
Der Umzug hat begonnen.

Link: Homepage der SRR Elly-Heuss-Schule

Link: Förderverein Schulbootshaus e.V.

Link: Wiesbaden lebt

Das ganze Leidensgeschichte von 2017 an: https://foerderverein-schulbootshaus.jimdofree.com/

Text und Fotos: Dr. Dirk Schreiber (Ruderlehrer Elly-Heuss-Schule)

Wanderruderpreis 2024

Der Deutsche Ruderverband hat das Ergebnis für den Wanderruderpreis 2024 veröffentlicht (RUDERSPORT 08-2025, S. 60 – 64). Dabei wird aus der Anzahl der Aktiven, der Anzahl der Fahrtenabzeichen und der Wanderruderkilometer ein Index gebildet. Der Preis wurde im Rahmen einer Feierstunde anlässlich des Wanderrudertreffens am 14.9.2025 im ehrwürdigen Treptower Rathaus verliehen.

Die ersten drei Schulen:

  1. Gymnasium Carolinum Osnabrück (78 Ruderer / 27 Fahrtenabzeichen / 7020 Wanderfahrtskilometer / 31154 Punkte)
  2. Leibniz-Gymnasium Bad Schwartau (16 Ruderer / 2 FA / 1885 km / 14727 Punkte)
  3. Ernst-Kalkuhl-Gymnasium Bonn (60 Ruderer / 7 FA / 7314 km / 14222 Punkte)

Das Ratsgymnasium Osnabrück hatte auch für die Wanderruderpreis gemeldet, tauchte leider in der Auswertung nicht auf (???). Mit 29539 Mannschaftskilometern wären sie sicherlich weit vorne gelandet.

Die Carolinger ruderten im vergangenen Jahr auf dem Neckar von Hessigheim nach Heidelberg, auf Berliner Gewässern und auf der Oberweser.

Link: https://www.rudern.de/breitensport/wettbewerbe-statistik/wanderruderpreis

Beitragsbild: Die Caro-Ruderer in Heidelberg.

Text und Foto: Peter Tholl