Archiv der Kategorie: Verbandsmitglieder

Schülerregatta in Kassel mit Teilnehmerrekord

Das Schülerrudern in Hessen erwacht wieder zu neuer Blüte. Bei der Verbandsregatta des Schülerruderverbandes Hessen am Mittwoch nach Pfingsten schlug die Anzahl der gemeldeten Mannschaften alle Rekorde, so dass die Regattaleitung zu Beschränkungen gezwungen wurde. Die Schüler vom Phillippinum aus Weilburg holten mit 13 Siegen, vor dem FG aus Kassel mit 11 und dem Carolinum aus Osnabrück und der Humboldschule aus Hannover mit je 10 Siegen die meisten Medaillen.

Mit so vielen Meldungen hatten die Kasseler für die 55. Auflage der Veranstaltung nie und nimmer gerechnet. Zeitlich war es auch bei verkürzten Startabständen nicht möglich die Regatta an einem einzigen Tag durchzuführen, so dass die Regattaleiter Jenney Langer, Holger Römer und Klaus Reitze gezwungen wurden, das Teilnehmerfeld zu beschränken. Daher die schwerwiegende Entscheidung: alle Einerrennen abzusagen und nur noch Mannschaftsboote vom Zweier bis zum Achter zur Regatta zuzulassen und das klappte dann auch im zur Verfügung stehenden Zeitrahmen gut. Im Unterschied zum Vorjahr waren nicht nur die großen Schulen, wie bspw. die oben genannten Schulen erfolgreich, sondern auch viele Schulen mit zahlenmässig kleineren Mannschaften aus Niedersachsen und Hessen, so dass viele Schulen mit Siegen nach Hause fahren konnten. Erfreulich, dass die in den letzten Jahren sich rar machenden hessischen Schulen wieder viele Mannschaften zur eigenen Verbandsregatta schickten. Insgesamt konnten 16 Schulen am Siegersteg anlegen, wobei neben den ortsansässigen Kasseler Schulen, allen voran das Friedrichsgymnasium aus Kassel, auch je eine Schule aus Offenbach und Frankfurt Siege mit nach Hause nehmen konnten.

Schade, dass in diesem Jahr die Achterwettbewerbe bei den Juniorinnen und Junioren nicht ganz so stark besetzt waren wie zuvor. Im sog. „großen Achter“ der 19 bis 16-jährigen Schüler hatte, wie im letzten Jahr das Carolinum aus Osnabrück den Bug als erste, vor dem Ratsgymnasium aus Osnabrück und dem Friedrichs-Gymnasium aus Kassel im Ziel. Den Schülerinnen-Achter gewann die Schillerschule aus Hannover vor den FG aus Kassel (vgl. Bild). Erfreulich hingegen die Entwicklung bei den Jüngsten: Hier waren 6 Boote im Gig-Doppelachter am Start und eine Abteilung ging an die Ruderriege Bersenbrück, die andere an die Emmy-Noether-Schule nach Offenbach.

Weitere Informationen auf den Seiten des SRVb Hessen: https://srvbhessen.de/

Beitragsbild: Die Jüngsten im Gig-Doppelvierer 50 m vor dem Ziel [P. Tholl]

Text: Dr. T. Woznik
Fotos: P. Tholl, T. Woznik, H.-W. Bruchmeier

70. Verbandsregatta in Hamburg: 134 Boote gehen ins Rennen

Am Donnerstag, dem 21. Mai 2026 fand in Hamburg auf der Außenalster die 70. Verbandregatta des HSRVb über die Streckenlängen: 500m und 1000m statt. Der Start war am Anleger Rabenstraße, das Ziel beim Bootshaus des ‘Der Hamburger und Germania Ruder Club‘. In diesem Jahr gab es einen Melderekord für unsere Regatta, es waren insgesamt 482 Schülerinnen und Schüler aus 12 Hamburger Schulen in 134 Booten gemeldet. Die Ausschreibung wurde für dieses Jahr gründlich überarbeitet. So gab es auch neue Rennen, wie z.B. den Einer für Kinder (12-14 Jahre), die gut angenommen wurden.

Mit drei Abteilungen und insgesamt 15 Booten, gab es das größte Meldefeld im „Mixed-Gig-Doppelvierer m. St., Jg. 2012-14, Anfänger“. Die Bedingungen auf der unberechenbaren Alster waren gut, es gab verhältnismäßig wenig Wind, bei milden Temperaturen und fröhlicher Stimmung an den Bootshäusern. Der enge Zeitplan konnte somit eingehalten werden und alle Rennen gingen ohne Zwischenfälle über die Strecke. Das hat maßgeblich zu einem tollen Regattaerlebnis beigetragen. Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in allen Leistungsgruppen waren beeindruckend. Besonders auch die Neulinge konnten sich gut präsentieren.

Das Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer war mit 30 gestarteten Teams die aktivste Schule und konnte dadurch neunmal die Goldmedaille mit nach Hause nehmen. Ebenfalls 24 Starts und gute Ergebnisse gab es für die Campus HafenCity-Schule. Über insgesamt neun goldene und silberne Medaillen freute sich das starke Team der Heinrich-Hertz-Schule. Die schnellste Zeit über 1000m fuhr das Team des Matthias-Claudius-Gymnasium im Rennen Nr. 31 Schüler-Gig-Doppelvierer m. St., Jg. 2011 u. ält., Lgr. I 1.000 m in 58 3:27,11 min.

Die schnellste Zeit über 500m schaffte Levin Timm (12) von der Schule Campus HafenCity im Schüler-Einer, Jg. 2012-14, Lgr. I 500m in 1:56,0 min. Erfolgreich war auch die Newcomer Schule, das Gymnasium Lerchenfeld, das mit diversen schnellen Doppelzweier-Mannschaften am Start war. Wir freuen uns eine weitere Schule für die Hamburger Schulruderei gewonnen zu haben und so viele tolle Rennen und blicken erwartungsvoll auf den anstehenden Landesentscheid Jugend trainiert für Olympia am 16. Juni 2026.

 Ergebnisse 70. Verbandsregatta
  Programm 70. Verbandsregatta 2026

link: https://schulrudern.hamburg.de/

Text: Silke Franck
Fotos: Birgit Eckmann

270 Schüler*innen am Start der 52. Langstreckenregatta in Hamburg

Die Langstreckenregatta auf der Alster vor dem Schulbootshaus „Kugelfang“ ist der Start in die Schulrudersaison 2026. Bei strahlendem Sonnenschein gingen 270 Schülerinnen in 54 Booten an den Start über die 2500m oder 5000m lange Strecke mit Wendepunkt. Start und Ziel waren das Schulbootshaus Kugelfang am Alsterkanal. 

Auf dem Programm standen zwei Distanzen: 5.000 Meter für Schülerinnen der Jahrgänge 2009 und älter sowie 2.250 Meter für Neulinge, Anfängerinnen und jüngere Jahrgänge ab 2010. Insgesamt entschieden sich 42 Boote für die kürzere Strecke, 11 Teams wagten sich auf die volle Langdistanz. Neben dem ohnehin anspruchsvollen Gleichklang im Mannschaftsboot stellte vor allem das Wenden an den Bojen viele Crews vor zusätzliche Herausforderungen.

Gerade die weniger erfahrenen Teams verloren hier wertvolle Zeit. Dennoch ließen sich die Mannschaften weder von querenden Wassersportlern noch von vorbeiziehenden Alsterdampfern aus dem Rhythmus bringen. Die Rennen verliefen durchweg fair und ohne Zwischenfälle. Am Ende wurden Einsatz und Teamgeist belohnt: Zahlreiche glückliche Jugendliche nahmen ihre Medaillen entgegen und feierten ihre Leistungen. Die schnellste Zeit über 2.250 Meter erzielte die Jungen- Mannschaft der Sophie-Barat-Schule in 10:24 Minuten. Über die 5.000 Meter setzte sich das Jungen-Team der Heinrich-Hertz- Schule mit schnellen 19:22 Minuten durch.

Der Regattatag endete mit der feierlichen Taufe zweier neuer Gig-Doppelvierer Nach dem letzten tauften Schüler*innen vom Gymnasium im Eilbektal und vom Gymnasium-Kaiser-Friedrich-Ufer auf die Namen Rodenbek und Ammersbek. Beide Boote waren auch schon auf der Regatta im Einsatz und die Mannschaften ruderten sie bereits zu den ersten Siegen. So soll es weitergehen.

Die Vorfreude richtet sich bereits auf die nächste Schuljugend-Regatta am 21. Mai, wenn auf der Außenalster über 500 und 1.000 Meter erneut um Bestzeiten gerudert wird.

Link: https://schulrudern.hamburg.de/

Fotos: Birgit Eckmann
Text: Silke Franck

 

420 Ruder*innen auf der 33. Ergometer-Wettfahrt in Hamburg

Mit einem Meldefeld von 420 Ruder*innen fand die 33. Ergometer-Wettfahrt am 21. März wieder am Wilhelm-Gymnasium statt. Wie jedes Jahr gab es bei diesem größten Indoor Ruderergometerwettbewerb Norddeutschlands wieder Sprintrennen, Staffeln und Rennen über die Distanzen von 500m, 1000m, 1500m und 2000m. Der Fachausschuss Rudern der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung organisierte, wie auch in den Jahren zuvor, die Veranstaltung gemeinsam mit dem Allgemeiner Alster-Club/Norddeutscher Ruderer-Bund und dem Hamburger Schüler-Ruderverband, wodurch sowohl Schüler*innen als auch Leistungssportler*innen an den Start gingen. Trotz einiger krankheitsbedingter Abmeldungen war die Veranstaltung sehr gut besucht, es wurde angefeuert und die Stimmung war toll.

Die Wettfahrt stand im Zeichen der Bewerbung Hamburgs um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Darüber informierte das Sportamt mit seinem Infopoint in der Sporthalle des Wilhelm-Gymnasiums.

Bei 14 Meldungen im Junior-Einer B-Bereich über 1500 Meter fuhr Bendix Lindae (2010) vom Gymnasium Lerchenfeld/RG Hansa e.V. die schnellste Zeit mit 04:48.6. Die schnellste Juniorin dieser Altersklasse war zum wiederholten Male Anjuli Sarker (2010) von der Sophie Barat Schule/RG HANSA e.V. mit 05:31.8. Sie konnte sich in einem großen Meldefeld von 20 Sportlerinnen durchsetzen. Ein größeres Meldefeld gab es hingegen bei den leichten B-Junioren. Hier gingen dreizehn Sportler an den Start. Sehr viele Meldungen gab es bei den Schüler*innen–Rennen über 500m. Insgesamt gingen in den Jahrgängen (2012-2015) 66 junge Sportler*innen in ihren Rennen an den Start.

Viele Ruder*innen nutzten zudem die Gelegenheit, sich in den 100-Meter-Sprintrennen mit ihrer Konkurrenz zu messen.

  Gesamtergebnis 33. Ergometer-Wettfahrt

Link: schulrudern.hamburg.de

Text: Silke Franck
Fotos: Birgit und Achim Eckmann

ERGO-Klassenwettkampf am Carolinum Osnabrück

Am 18. und 19. Februar 2026 fanden am Gymnasium Carolinum Osnabrück wieder die beliebten Ergometerwettkämpfe der Klassen 5 – 8 statt. Jeweils in einer Doppelstunde waren alle Klassen einer Jahrgangsstufe in der Sporthalle und haben als Achterstaffel jeweils 250 Meter – also insgesamt 2000 Meter gerudert. Da die Jahrgänge fünfzügig sind, waren ca. 150 Schüler gleichzeitig aktiv, was am Lärmpegel deutlich wurde.

Zunächst waren die ersten Mannschaften einer Klasse am Start, danach die zweiten und dann die dritten Teams. So kamen alle Schüler zum Einsatz. Die Mannschaften wurden von den Klassenkameraden engagiert angefeuert. Schließlich ging es um Pokale und um Süßigkeiten. Protektor Jan Jedamski und Organisator Ulrich Schönberger wurden bei der Durchführung von älteren Schülern tatkräftig unterstützt. Sie waren mit dem Ablauf und dem Einsatz der Sportler sehr zufrieden. Sie hoffen, dass mit dem einsetzenden Frühlingswetter weitere Anfänger mit dem Rudern beginnen.

Links:
https://ruderriege.carolinum-osnabrück.de/index/index.php
https://carolinum-osnabrueck.de/

Beitragsbild: In der Sporthalle – Bei den Staffeln wird alles gegeben

 von Peter Tholl

Zum Tode von Olaf Buhl

Leider haben wir es erst jetzt aus Berlin erfahren: Unser Ehrenmitglied Olaf Buhl ist am 19. März 2024 im Alter von 80 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Er starb kurz nach dem Tod seines Hundes.

Als Schüler besuchte er das Schadow-Gymnasium Berlin-Zehlendorf und erlernte dort das Rudern. Ende der 50er Jahre startete er bei den Bundesvergleichswettkämpfen des Bundes Deutscher Schülerruderverbände und siegte im Stilrudern im Gig-Vierer.

Nach seinem Lehramtsstudium bekam er eine Stelle mit den Fächern Latein und Sport an seiner ehemaligen Schule. Er wurde Protektor und qualifizierte sich wiederholt mit seinen Schülern für das Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ (JtfO) in Berlin-Gatow. Zur Vorbereitung wurde die Verbandsregatta in Hannover besucht. Im Gig-Vierer wurden mehrere Medaillen bei „JtfO“ gewonnen. Neben dem Rudern galt sein Interesse dem Skilaufen. Sowohl privat als auch mit Schülern bei Skikursen war er regelmäßig in den Bergen.

Olaf Buhl (2. von rechts) beim Schülerrudertag 2008 in Berlin-Tegel.
Olaf Buhl (2. von rechts) beim Schülerrudertag 2008 in Berlin-Tegel.

Gerudert wurde im historischen Schülerbootshaus von 1907 am Kleinen Wannsee. Für eine lange Zeit war er Vorsitzender des „Schülerruderverbandes Wannsee“ und Gründer des Vereins „Förderer des Schülerruderns in Wannsee“. Er war Bugmann im „Samstagsachter Walter Grimm“. Zum Ende seiner Aktivenzeit hat er den Achter gesteuert.

Er war Vorsitzender des Schülerruderverband Berlin und nahm über seine Amtszeit hinaus engagiert an zahlreichen Sitzungen des „Bundes“ (BDSRV und später BDSR) teil. Mit seiner ausgeglichenen und ruhigen Art setzte er sich für das klassische Schülerrudern ein. Er wurde 2010 beim Schülerrudertag in Hamburg zum Ehrenmitglied des BDSR gewählt.

14 Monate nach seinem Tod verstarb seine Frau. Sie hinterlassen zwei Kinder und vier Enkelkinder. Wir werden Olaf als lebensfrohen Protektor „alter Schule“ in Erinnerung behalten. Unser besonderes Mitgefühl gilt den Kindern und den Enkelkindern. Wir behalten Olaf als treuen Freund und engagierten Menschen für das Schülerrudern in Erinnerung.

Peter Tholl und Achim Eckmann
Vorsitzende des Bundes Deutscher Schülerruderer e. V.

Beitragsbild: Die Pensionäre Olaf Buhl und Thomas Sielenkämper beim Bundesfinale JTFO 2017 in Grünau

Link: trauer.tagesspiegel.de/traueranzeige/olaf-buhl

74. Verbandsrudertag des SRVN am in Hoya

Am 18.1.2026, fand im Johann-Beckmann-Gymnasium Hoya der Verbandsrudertag des SRVN statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzender Peter Tholl sprach Schulleiter Dr. Cord Meyer zu den Anwesenden. Das Gymnasium besuchen ca. 900 Schüler. Der Ruderverein Hoya mit ca. 100 Mitgliedern ist etwa einen Kilometer entfernt. Der Bericht des Vorstandes war geprägt von zahlreichen Aktivitäten. Es gab Fortbildungen und es wurden wieder drei perfekt organisierte Schülerregatten auf dem Maschsee durchgeführt. Lobende Worte gab es für das junge Regattateam, das mit viel Herzblut und Know-how die Veranstaltungen durchführt.

Leider gab es beim Landesentscheid des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ (JtfO) rückläufige Teilnehmerzahlen. Mit Mund-zu-Mund-Propaganda soll die Teilnehmerzahl erhöht werden. Schließlich wird in Niedersachsen an über 100 Schulen gerudert. Beim Bundesfinale in Berlin-Grünau fanden 2025 erstmals neben dem Wettbewerb „JtfO“ und dem Achtercup auch der „Deutsche Schüler-Rudercup“ (DSRC) statt.  Nach 458 Sportlern im Jahr 2024 stieg die Teilnehmerzahl 2025 auf 618 von 41 Schulen.

Beim Wettbewerb „JtfO“ belegte das Carolinum Osnabrück die Plätze 5 und 9 und die Humboldtschule Hannover die Plätze 6 und 8. Mehrere Medaillen gab es beim Achtercup und beim DSRC. Erfolgreichste Schule war die Bismarckschule Hannover (2 erste, 2 zweite und 5 dritte Plätze). Das Ratsgymnasium Osnabrück (2-1-0), die Humboldtschule (1-4-0) und das Carolinum (0-1-0) waren ebenfalls auf dem Treppchen.

Abschließend richtete Vorsitzender Peter Tholl einen Dank an alle (Schüler, Lehrer, Helfer, Funktionäre, Eltern und Sponsoren), insbesondere an das gesamte Vorstandsteam. Bei den folgenden Wahlen gab es keine Veränderungen. Intensiv wurde über das Thema „Sicherheit beim Rudern“ gesprochen. Peter Tholl: „Zwar gibt es aktuell keinen Zwischenfall in Niedersachsen, trotzdem sollten alle – gerade im Winter – umsichtig und sensibel handeln, damit es dazu nicht kommt!“ Viel Raum nahmen die Ausführungen über die kommenden Veranstaltungen ein.

Der harmonische Verbandstag klang mit einem Imbiss, guten Gesprächen und einem Rundgang durch das Bootshaus des RV Hoya aus.

Link: Homepage des SRVN

 Beitragsbild: Während der Sitzung

 von: Peter Tholl

Zum Tode von Gerhard Krenkel (1931 – 2025)

Am 20. September 2025, einen Monat nach seinem 94. Geburtstag, starb Gerhard Krenkel, einer der bedeutendsten Förderer der Hamburger Schülerruderei und Ehrenmitglied im Bund Deutscher Schülerruderer.

Gerhard Krenkel war von 1974 bis 1994 als ´Sachbeauftragter des Amtes für Schule´ verantwortlich für den Schulwassersport, insbesondere das Schul- und Schülerrudern in Hamburg. In dieser Funktion war er nicht nur zuständig für die Ordnung in den 5 Schulbootshäusern, sondern auch für die Pflege und Instandhaltung der vielen darin lagernden Boote, für die Modernisierung der Bootsflotte mit neuen Booten und für die Organisation und Leitung der großen Schulruderregatten auf der Alster.

Gerd Krenkel machte sich sehr verdient, indem er angehende Ruderlehrerinnen und Ruderlehrer in Fortbildungen auf ihre bevorstehende Aufgabe vorbereitete. In seiner Tätigkeit als Protektor und Ruderlehrer am Friedrich-Ebert-Gymnasium und dessen Schülerruderverein ‚Albatros’ errang er mit vielen, der von ihm ausgebildeten Mannschaften, zahlreiche Erfolge auf unseren Schulregatten und beim Wettbewerb „Jugend Trainiert Für Olympia“ in Berlin. Das erreicht man nicht in der offiziellen Unterrichtszeit; es erfordert unzählige zusätzliche Stunden an Nachmittagen und Wochenenden.

Ihm ging es dabei jedoch nicht allein darum, erfolgreiche Ruderer und Ruderinnen hervorzubringen, sondern er sah einen besonderen Wert des Schülerrudervereins in der Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler in die Mitverantwortung einzubinden. Viele seiner Schülerinnen und Schüler haben im eigenen Verein und auch im Hamburger Schüler-Ruderverband als Betreuer, Trainer oder Obleute Aufgaben übernommen und dabei das, was sie von ihrem Chef gelernt haben, an Jüngere weitergegeben.

Im Fachausschuss Rudern der Schulbehörde war Gerd Krenkel auch noch als Pensionär zwei Jahrzehnte lang sehr aktiv ehrenamtlich tätig. Nicht nur der Hamburger Schüler-Ruderverband hat ihn für seine großen Verdienste für das Schulrudern zum Ehrenmitglied ernannt, sondern auch der Bund Deutscher Schülerruderer hat ihm diese Würdigung für sein bundesweites Wirken verliehen.

Gerd Krenkel zu Ehren wurde nach seinem Eintritt in den Ruhestand auf der Schulregatta am 4. Juni 1994 ein neuer C-Gig-Vierer des Amtes für Schule auf den Namen „Gerd Krenkel“ getauft. So wird dieser Name noch viele Jahre nach seinem Tod auf der Alster präsent sein.

Wir haben mit ihm einen sehr geschätzten Kollegen und guten Freund verloren und werden ihn nicht vergessen.

Link: Hamburger Schüler-Ruderverband

Beitragsbild: Gerd Krenkel (2. v. links) auf einer Sitzung des HSRVb (ca. 2001)

von Hans Dieter Kullack

Schülerrudertag in Berlin: Neue Satzung für den BDSR

Am 22.09.2025 fand im Regattahaus Berlin-Grünau der 18. Schülerrudertag des BDSR statt. Es waren vierzehn von sechzehn ordentlichen Mitglieder anwesend. Neben der Abhandlung der Regularien wurde ohne Gegenstimme die neue Satzung beschlossen.

Im nächsten Schritt soll der BDSR beim Amtsgericht als eingetragener Verein „e.V.“ eingetragen und vom Finanzamt als förderungswürdig anerkannt werden.

Inhaltliche Diskussionen, insbesondere über die Ausgestaltung des Bundesfinales in Grünau, werden bei der gemeinsamen Sitzung des Referates Schul- und Schülerrudern der DRJ und den Mitgliedern des BDSR am 22.11.2025 in Hannover geführt.

Beitragsbild: Während der Sitzung

Text und Bild: Peter Tholl

Lehrkräftefortbildung „Rudern“ in Osnabrück

Am 26.8.2025 fand bei herrlichem Sommerwetter am Schüler-Bootshaus in Osnabrück eine Lehrkräftefortbildung zum Thema „Planung und Durchführung einer Ruderwanderfahrt sowie Verladen eines Ruderbootes“ statt. Daran nahmen fünf Lehrer*innen aus Aurich, Hankensbüttel, Nienburg, Oldenburg und Osnabrück teil. Geleitet wurde die Fortbildung vom Vorsitzenden des Schüler-Ruder-Verbandes Niedersachsen Peter Tholl. Veranstalter war die Leibniz Universität Hannover, die für die Qualitätsentwicklung an den Schulen in Niedersachsen zuständig ist.

Nach der Ankunft am Bootshaus machte Peter Tholl Anmerkungen zur Fahrtordnung auf dem Osnabrücker Stichkanal und erläuterte detailliert das Verhalten in Schleusen. Durch die Unterstützung von zwei befreundeten Ruderern wurden die fünf Lehrgangsteilnehmer auf einen Vierer und einen Zweier verteilt. Es wurde eine 20 Kilometer lange Halbtagesfahrt mit einer Tal- und einer Bergschleusung durchgeführt. Nach zehn Kilometern wurde angelegt und es gab eine kleine Stärkung. Mit veränderten Besetzungen ging es zurück. Am Bootshaus wurden die Boote gesäubert. Jetzt hatten sich alle eine Pause verdient.

Danach war noch genügend Zeit für den Theorieteil. Peter Tholl gab Tipps zur Beschaffung von Informationen über unbekannte Strecken. Hier bietet das Internet eine Fülle von Hinweisen. Zusätzlich stellte der Lehrgangsleiter „Musterwanderfahrten“ auf der Ober-Weser vor. Er ging auch ausführlich auf das Thema „Sicherheit“ ein. Die für das Wanderrudern relevanten Passagen des niedersächsischen Erlasses „Bestimmungen für den Schulsport“ wurden besprochen. Er machte Werbung für die Durchführung eines  Steuerpersonenlehrganges für die Heranwachsenden.

Im abschließenden Teil ging es um das Verladen von Booten. Exemplarisch wurde ein Gig-Doppelvierer abgeriggert. Es wurde erläutert, welche Teile beim Transport ausgebaut und welche wie gesichert werden. Neben dem Boot müssen auf dem Anhänger die folgenden Teile mitgenommen werden: Skulls, Steuer, Ausleger, Rollsitze, evtl. Steuerpersonensitz, Bodenbretter, Paddelhaken, Werkzeug und Ersatzschrauben.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Ausblick auf Veranstaltungen des Jahres 2026.

Beitragsbild: Gig-Doppelvierer auf dem Stichkanal, im Hintergrund die Hollager Schleuse.

von Peter Tholl