Am Donnerstag, dem 21. Mai 2026 fand in Hamburg auf der Außenalster die 70. Verbandregatta des HSRVb über die Streckenlängen: 500m und 1000m statt. Der Start war am Anleger Rabenstraße, das Ziel beim Bootshaus des ‘Der Hamburger und Germania Ruder Club‘. In diesem Jahr gab es einen Melderekord für unsere Regatta, es waren insgesamt 482 Schülerinnen und Schüler aus 12 Hamburger Schulen in 134 Booten gemeldet. Die Ausschreibung wurde für dieses Jahr gründlich überarbeitet. So gab es auch neue Rennen, wie z.B. den Einer für Kinder (12-14 Jahre), die gut angenommen wurden.
Mit drei Abteilungen und insgesamt 15 Booten, gab es das größte Meldefeld im „Mixed-Gig-Doppelvierer m. St., Jg. 2012-14, Anfänger“. Die Bedingungen auf der unberechenbaren Alster waren gut, es gab verhältnismäßig wenig Wind, bei milden Temperaturen und fröhlicher Stimmung an den Bootshäusern. Der enge Zeitplan konnte somit eingehalten werden und alle Rennen gingen ohne Zwischenfälle über die Strecke. Das hat maßgeblich zu einem tollen Regattaerlebnis beigetragen. Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in allen Leistungsgruppen waren beeindruckend. Besonders auch die Neulinge konnten sich gut präsentieren.
Das Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer war mit 30 gestarteten Teams die aktivste Schule und konnte dadurch neunmal die Goldmedaille mit nach Hause nehmen. Ebenfalls 24 Starts und gute Ergebnisse gab es für die Campus HafenCity-Schule. Über insgesamt neun goldene und silberne Medaillen freute sich das starke Team der Heinrich-Hertz-Schule. Die schnellste Zeit über 1000m fuhr das Team des Matthias-Claudius-Gymnasium im Rennen Nr. 31 Schüler-Gig-Doppelvierer m. St., Jg. 2011 u. ält., Lgr. I 1.000 m in 58 3:27,11 min.
Die schnellste Zeit über 500m schaffte Levin Timm (12) von der Schule Campus HafenCity im Schüler-Einer, Jg. 2012-14, Lgr. I 500m in 1:56,0 min. Erfolgreich war auch die Newcomer Schule, das Gymnasium Lerchenfeld, das mit diversen schnellen Doppelzweier-Mannschaften am Start war. Wir freuen uns eine weitere Schule für die Hamburger Schulruderei gewonnen zu haben und so viele tolle Rennen und blicken erwartungsvoll auf den anstehenden Landesentscheid Jugend trainiert für Olympia am 16. Juni 2026.
Ergebnisse 70. Verbandsregatta
Programm 70. Verbandsregatta 2026
link: https://schulrudern.hamburg.de/
Text: Silke Franck
Fotos: Birgit Eckmann












Gerd Krenkel machte sich sehr verdient, indem er angehende Ruderlehrerinnen und Ruderlehrer in Fortbildungen auf ihre bevorstehende Aufgabe vorbereitete. In seiner Tätigkeit als Protektor und Ruderlehrer am Friedrich-Ebert-Gymnasium und dessen Schülerruderverein ‚Albatros’ errang er mit vielen, der von ihm ausgebildeten Mannschaften, zahlreiche Erfolge auf unseren Schulregatten und beim Wettbewerb „Jugend Trainiert Für Olympia“ in Berlin. Das erreicht man nicht in der offiziellen Unterrichtszeit; es erfordert unzählige zusätzliche Stunden an Nachmittagen und Wochenenden.












Im Magazin der Hamburger Schulbehörde „Hamburg macht Schule“ geht es in der Ausgabe 3/2024 um das Thema „Bewegte Schule“. Unter anderem geht es in dem Themenheft auch darum, wie das Rudern an den Hamburger Schulen organisiert ist. In einem Interview stellt Achim Eckmann auch die Arbeitsweise und Aufgaben der Fachausschüsse und insbesondere das Schulrudern vor. Im Interview antwortet er auf die Fragen von Klaus-Peter Flügel:



Am Sonnabend, den 22. Februar fand die 29. Ergometer-Wettfahrt in der Sporthalle der Wichern-Schule statt. Die Ergometer-Wettfahrt der Hamburger Schulruderer ist der älteste und größte Indoor Ruderergometer-Wettkampf in Hamburg. Seit drei Jahren wird sie vom Landesruderverband AAC/NRB und dem Hamburger Schüler-Ruderverband gemeinsam ausgerichtet. Zu sehen gab es Sprintrennen, Staffeln und Rennen über die Distanzen von 1000 m – 2000 m. Mit 600 Startern hatte die Wettfahrt in diesem Jahr ein außerordentlich großes Meldeergebnis. Das versprach einen spannenden Renntag. Den Zuschauern wurden zahlreiche durchaus respektable Leistungen geboten. Elsa Wilken von der Wichern-Schule (RC Dresdenia), brauchte im Rennen der 12-Jährigen Ruderinnen nur 01:57.7 min für die 500 Meter. Im 1000-Meter-Rennen der 12/13-Jährigen brauchte Lennart Koch von der Brecht Schule (RC Allemannia) nur 3:34.7 min und war damit sogar schneller als der Sieger der 13/14-Jährigen. Bei den schweren B-Junioren siegte Stefan Dröge vom Walddörfer Gymnasium (RC Allemannia) mit einer guten Zeit von 4:55.0 min und rund fünf Sekunden vor dem Zweitplatzierten souverän.
Ein enorm starkes Rennen zeigten die schweren A-Junioren an diesem Samstag. Mit Kjell Van De Bergh (STS Alter Teichweg/ DHuGRC), Benicio Daniel (Wilhelm-Gym./RC Allemannia) und Benicios Trainingspartner Florian Bartels vom Bremer Ruderclub ‚Hansa‘ blieben gleich drei Ruderer deutlich unter der WM-Norm. Besonders beeindruckend war die Leistung von Kjell Van de Bergh, der mit einem hohen Streckenschlag von 40 Schlägen pro Minute den selbst gesteckten Plan, die 6:10.0 min zu knacken, eindrucksvoll in die Tat umsetze. Mit 6:09.7 min unterbot er die WM-Norm um gut acht Sekunden, ließ den Zweitplatzierten Benicio Daniel rund vier Sekunden hinter sich und hinterließ viele verblüffte Gesichter in der Halle – auch vor dem Hintergrund, dass Kjell gerade erst in den A-Bereich hochgewachsen ist. Matyas Gietz vom Brecht Gymnasium (RC Favorite Hammonia) ließ bei den leichten A-Junioren nichts anbrennen und wurde mit einer Zeit von 6:46.4 min souveräner Sieger seiner Klasse. Frida Dettmann von der Stadtteilschule Bergedorf (RG HANSA) fuhr im 1500-Meter-Rennen der B-Juniorinnen wie ein Uhrwerk drei mal die 1:50/500m und kam damit nach 05:29.9 min und damit sieben Sekunden vor der Zweitplatzierten Nike Versace (Emilie-Wüstenfeld-Gym./ RG HANSA) ins virtuelle Ziel auf der großen Leinwand. Beeindruckend auch die Tatsache, dass die ersten vier Platzierten in diesem Rennen der Trainingsgruppe der RG HANSA angehören.
Im Rennen der leichten B-Juniorinnen ließ Maria Josza keiner ihrer Gegnerinnen auch nur den Hauch einer Chance und holte sich mit beeindruckendem Abstand und einer sehr guten Zeit von 5:49.0 min vor der Zweitplatzierten die Goldmedaille. „Maria ist unglaublich! Sogar gesundheitlich angeschlagen fährt sie uns hier in Grund und Boden“, zeigte sich ihre Trainingskameradin Ava beeindruckt von dieser Leistung. Bei den A-Juniorinnen war es in diesem Jahr Judith Guhse vom Rendsburger Ruderverein, die mit 07:13.9 min als Einzige die WM-Norm von 7:18,0 min deutlich unterbieten konnte und damit die Zweitplatzierte Charlotte Moritz (Heinrich-Hertz-Schule/ARV Hanseat) auf den zweiten Platz verwies.
Im offenen Männerrennen siegte in 6:15.2 min Leon Braatz vom RC Bergedorf. Dass ein Leichtgewicht die schweren Jungs auf dem Concept2 durchaus ärgern kann, bewies Melvin Müller-Ruchholtz vom Ersten Kieler Ruder-Club. Nur 1,4 Sekunden länger benötigte Melvin für die 2000 m und war damit sogar noch weit von seinem persönlichen Bestwert entfernt. Am Ende des Renntages, gegen 18.00 Uhr, ließen die Staffeln noch einmal die Sporthalle erzittern. Unter lauten Anfeuerungsrufen der Fans und dem Rhythmus der nicht wirklich leisen Musik ging es hier um einen schnellen Wechsel der Ruderer auf den Ergometern. „Der große Erfolg dieser Veranstaltung liegt im Miteinander von Breitensport, leistungsorientiertem Sport und Leistungssport sowie im Miteinander von Schulrudern und Vereinsrudern. Das ist eine besondere Stärke hier in Hamburg, die uns eine tolle Grundlage für die Talentarbeit liefert,“ so das Fazit von Organisator Achim Eckmann vom Hamburger Schüler-Ruderverband.

