Am 5.12.2019 veranstaltete die Ruderriege Carolinum Osnabrück bei trübem Winterwetter das 22. Nikolausrudern. 111 Schülerinnen und Schüler ruderten in 20 Vierern, einem Achter und einem Zweier zur 3,5 Kilometer entfernten Hollager Schleuse.
Darunter waren auch die Anfänger der fünften Klassen, die Ende August mit dem Rudern begonnen hatten. Die gemeinsame Ausfahrt mit den älteren Schülern, den Landessiegern und Bundesfinalteilnehmern war für die Jüngsten ein besonderes Erlebnis. Erstmals präsentierte sich bei dieser Gelegenheit auch der neu formierte „Jungen-Caro8er 2020“ der Öffentlichkeit.
In Hollage warteten bereits der Nikolaus und zahlreiche Schaulustige auf das Eintreffen der Boote. Die Ruderer begrüßten den Nikolaus mit einem dreifachen: „Carolinum – hohoho!“ Der Ehrengast bedankte sich mit einer launigen und nachdenklichen Rede in Versform, lud alle zu Kuchen sowie Kakao ins Bootshaus ein und wünschte eine gute Heimfahrt.
Im warmen Saal bedankte sich Protektor Peter Tholl bei allen Helferinnen und Helfern. Einige Väter sorgten dafür, dass die Gig-Doppelvierer für die Kinder zügig ins Wasser kamen und alle rechtzeitig den Treffpunkt in Hollage erreichten. Im Saal des Bootshauses sorgten Mütter für die festliche Dekoration, sie deckten die Tische und kochten Kakao. Mit angeregten Gesprächen über das abgelaufene Ruderjahr klang der gelungene Nachmittag aus.
von Peter Tholl
1. Rudern in der Schule
Am Wochenende 8. – 10. November fanden die Feierlichkeiten zum Jubiläum „100 Jahre Schüler-Ruder-Verband Niedersachsen“ in Hannover statt. In der Humboldt Schule Hannover fand am Samstag der Schülerrudertag des BDSR statt. Gleichzeitig fanden ein Symposium zum Schulrudern mit 100 Teilnehmer/innen und ein Ergometerwettkampf der Schulruderer mit über 350 Teilnehmer/innen statt.
Am 9. November fanden der Schülerrudertag des BDSR und die Sitzung des Referats Schul- und Schülerrudern der DRJ in Hannover statt. Die Sitzung begann mit einem Totengedenken für unser Ehrenmitglied Wilhelm Gieseck und der Würdigung seiner Verdienste für das Schülerrudern.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen insbesondere die Möglichkeiten von Vernetzung zwischen dem Schulrudern und Vereinsrudern standen dabei. Die Übergänge zwischen Schulsport und Vereinssport sind nur dann attraktiv, wenn beide Partner, Schule und Verein, einen Gewinn aus der Zusammenarbeit haben. Die genaue Bestimmung von Maßnahmen, die dieser Bedingung entsprechen, soll in der geplanten DRJ-Gremiensitzung im Januar 2020 erfolgen. Die DRJ-Aktion „Rudersport und Schule – Die schnellste 5.–7. Klasse im Ergometerrudern“ war mit 10.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern auch 2019 wieder ein sehr großer Erfolg. Die Aktion unterstützt Schulen und Vereine, miteinander in Verbindung zu kommen, um dann weitere gemeinsame Maßnahmen durchzuführen. Bereits 2020 soll „Rudersport und Schule“ auf weitere Jahrgangsstufen ausgeweitet werden, um noch mehr Schülerinnen und Schülern für den Rudersport zu gewinnen.
s wurde auch erörtert, ob zwei weitere Ruderwettkämpfe in den Rahmen von Jugend trainiert für Olympia integriert werden können, ähnlich wie es mit dem erfolgreichen Schülerinnen- und Schüler-Achter-Cup gelungen ist. Ob diese Erprobungsmaßnahme bereits zum Bundesfinale 2020 durchgeführt werden kann, ist allerdings noch offen.
Bei den Wahlen zum Vorstand gab es für alle drei Vorstandspositionen eine Wiederwahl: Peter Tholl (Osnabrück) wude als 1. Vorsitzender, Achim Eckmann (Hamburg) als 2. Vorsitzender und Heinz Freund (Kassel) als Kassenwart wiedergewählt. Die Versammlung beschloss einstimmig, dass der Schülerinnen-Achter-Cup der DRJ auch im Jahr 2020 mit einer Spende von 500,00 Euro weiterhin unterstützt werden soll. Die Versammlung sprach sich ebenfalls dafür aus, die Erprobungsmaßnahme der Ruderer beim Bundesfinale JTFO finanziell zu fördern.
Der Verstorbene hatte großen Anteil an der Entwicklung des Schul- und Schüler-Ruderns in den 1970/80-iger Jahren. Als Lehrer am Helmholtz-Gymnasium in Essen war er von 1967 bis 1993 Protektor der SRR MARK. Er war auch lange Jahre Vorsitzender des Schüler – Ruderverbandes Nordrhein-Westfalen und des Bundes Deutscher Schüler-Ruderverbände, dessen Ehrenvorsitzender anschließend wurde.
(25.06.2019) Pralle Sonne und zum Teil strammer Gegenwind auf der Außenalster erhöhten die Anforderungen. Manches Teilnehmerfeld besonders der Rennen des Rahmenprogramms zog sich entsprechend auseinander. Aber trotz dieser selektiven Bedingungen gab es gerade in einigen der acht für das Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia qualifizierenden Rennen besonders enge Entscheidungen.
Zum Schluss darf erneut festgestellt werden, dass Rudern sich wieder einmal als sehr sichere Sportart präsentiert hat. Es gab 0 Kenterungen und 0 Verletzungen. Auch das beim Rudern stark beanspruchte Herz-Kreislauf-System hielt bei allen Schülerinnen und Schülern stand.
Vom 23. bis zum 25.6.2019 fand auf dem Maschsee in Hannover der Landesentscheid des Wettbewerbs der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“ im Rudern statt. Im Rahmen des Jubiläums „50 Jahre Jugend trainiert für Olympia“ machte ein restaurierter Traditionsbus Station am Maschsee („50 Jahre – 50 Orte“). Das fahrende Museum war ein Anziehungspunkt für zahlreiche Schüler. Kultusminister Grant Hendrik Tonne besuchte aus diesem Anlass die Veranstaltung und würdigte das große Engagement der Aktiven, der Lehrer und der Betreuer. An den Bootsmeister der Stadt Hannover Michael Schablack überreichte er eine Plakette. Das Bootshaus war von Beginn an Austragungsort des Landesentscheids. Regattaleiter Gunther Sack und Vorsitzender Peter Tholl bedankten sich beim Kultusminister für den Besuch und überreichten ihm ein signiertes Ruderblatt.



