Archiv der Kategorie: Berichte

Jahreshauptversammlungen, Jubiläen usw.

SRV Berlin hat neuen Vorsitzenden

Daniel Pfenningsdorf wurde zum neuen Vorsitzenden des Schülerruderverbandes Berlin e.V. gewählt. Er tritt die Nachfolge von Holger Niepmann an, der im August 2022 plötzlich verstarb. Holger selbst hat vor Jahren Daniel in Spandau für das Schülerrudern begeistert.

Weitere Vorstandsmitglieder sind: Johannes Bruger (2. Vorsitzender und Fortbildungen), Eduard Zepp (Kassenwart) und Lutz Graß (Wettkämpfe).

Link: https://srv-berlin.de/

Beitragsbild: Während des Bundesfinales „JTFO“ traf sich Vorsitzender Peter Tholl mit Daniel Pfenningsdorf.

von: Peter Tholl

Schülerbootshaus in Berlin benannt nach Holger Niepmann

Mit einem Festakt und anschließender Schülerregatta ist im September das Schülerbootshaus in Spandau in „Bootshaus Holger Niepmann am Nordhafen“ umbenannt worden. Der langjährige Vorsitzende des Schülerruderverbandes Berlin und des RC Tegel verstarb im August 2022 im Alter von 63 Jahren bei einem Treffen mit seinem Lehrerkollegium im Bootshaus des RC Tegel durch den Stich einer Wespe. Sogleich eingeleitete Erste Hilfe konnte ebenso wie der herbeigerufene Notarzt nichts mehr ausrichten.

Bootshaus Holger Niepmann am Nordhafen
Bootshaus Holger Niepmann am Nordhafen

Zur Enthüllung der neuen Namenstafel hatten sich neben Vertretern des Bezirks und engsten Familienmitgliedern auch zahlreiche Wegbegleiter und Freunde auf dem Gelände des Schülerbootshauses eingefunden. Unter ihnen auch viele Vereinskameraden vom RC Tegel, die den Weg zum Bootshaus per Ruderboot über die Havel zurücklegten.

Der zuletzt am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium tätige Lehrer Holger Niepmann prägte den Rudersport in Spandau wie kein anderer, insbesondere im Bereich der schulischen Ruder-Angebote. Die von ihm seit den 1990er Jahren initiierten und koordinierten Ruder-AGs und Ruderkurse mehrerer Spandauer Oberschule wurden von Beginn an im bezirklichen Bootshaus am Nordhafen ausgeübt, sodass dieser Standort nicht zuletzt durch sein Engagement zu einer festen Institution wurde.

Das „Bootshaus Holger Niepmann am Nordhafen“ ist über 100 Jahre alt. Das 1911 als Teil der königlichen Turnlehrerbildungsanstalt erbaute Bootshaus dient seit dem Jahr 1947 dem Schulrudern in Spandau. Schon 1890 verfügte das Kant-Gymnasium über ein Bootshaus, 1922 wurde in der Lily-Braun-Oberschule die erste reguläre Ruderriege gegründet.

Beitragsbild: Holger Niepmann (Mitte) beim Schülertag des BDSR im März 2008 in Berlin.

von: Peter Tholl

 

Wanderrudertreffen: 25. Fahrtenabzeichen für Peter Tholl

Beim Wanderrudertreffen des Deutschen Ruderverbandes im September in Neuss wurde unserem Vorsitzenden im Rahmen des Festaktes das 25. Fahrtenabzeichen verliehen.

Peter Tholl war von 1981 bis 2020 Protektor der Ruderriege Carolinum Osnabrück und hat jährlich ein bis vier Wanderfahrten durchgeführt. Sein erstes Fahrtenabzeichen hat er aber erst 1998 im Alter von 44 Jahren erworben. In dieser Zeit entdeckte er den Spaß am regelmäßigen Rudern mit Kollegen, Ehemaligen, Eltern und Freunden. Dadurch erreichte er dann in jedem Jahr die erforderlichen Ruderkilometer. Unterdessen hat er fast 44000 Kilometer auf dem Wasser zurückgelegt.

In diesem Jahr hat er bereits die Bedingungen für sein 26. Fahrtenabzeichen erfüllt. Neben den Fahrten auf dem Osnabrücker Stichkanal hat er an Tagesfahrten nach Bramsche, zum „Toten Mann“ und auf der Oberweser sowie an einer Wanderfahrt auf Hamburger Gewässern teilgenommen. Außerdem hat er im September erstmals während des Bundesfinales von „JTFO“ gemeinsam mit unserem 2. Vorsitzenden Achim Eckmann eine Ausfahrt auf der Dahme von Grünau nach Schmöckwitz und zurück unternommen. Und das natürlich nach den Wettkämpfen.

Ein „Highlight“ war für ihn im Juli eine Ausfahrt auf dem Zwischenahner Meer. Der aus Oldenburg stammende und in Hamburg lebende Schauspieler und Regisseur Jan Georg Schütte („Tatort“ etc.) hat im Norden des Sees ein Haus mit direktem Zugang zum Wasser. Peter Tholl hat sich mit ihm auf seinem Grundstück getroffen, um ihm die Technik des Skullens zu vermitteln. Gemeinsam haben sie eine Ausfahrt im Gig-Doppelzweier gemacht.

Beitragsbild: Peter Tholl und Jan Georg Schütte am Zwischenahner Meer

von: Achim Eckmann

 

Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ 2023 in Berlin-Grünau

Vom 17. bis zum 21. September 2023 fand das Finale des Wettbewerbs der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“ in der Sportart Rudern in Berlin-Grünau statt. 626 Sportler traten in den acht Finalrennen von „JTFO“ und in den beiden des Schüler*innen-Achtercups an.

Erfolgreichstes Bundesland war Hessen (3 erste und 1 zweiter Platz), vor Sachsen-Anhalt (2/1/0) und Nordrhein-Westfalen (1/1/0). Die meisten Finalteilnahmen hatten Hamburg und Niedersachsen (jeweils 10) vor Hessen (9). Mit je zwei Siegen und jeweils einem zweiten Platz waren die Karl-Rehbein-Schule Hanau und die Sportschulen Halle die beiden erfolgreichsten Teams der Veranstaltung. Die meisten Medaillen (4 zweite Plätze) gewann die Humboldtschule Hannover.

Am Ende der Veranstaltung kam Wehmut auf. Wie wird es im nächsten Jahr aussehen, wenn es nur noch 4 statt 8 Finals geben wird? Wie werden sich die Meldezahlen beim Achtercup entwickeln, wenn durch die Mannschaftswettkämpfe die einzelnen Sportler in mehreren Rennen gefordert sind? Trainer Erhard Günther (Sportschulen Halle) sieht Probleme für kleine Schulen: „In Zukunft geht es mehr um Leistungssport, weniger um Schulsport.“ Wiederholt wurde die Forderung nach Deutschen Schülermeisterschaften im Rahmen des Bundesfinales geäußert.

Zurzeit sorgen sich die Veranstalter allerdings noch grundsätzlich um die Zukunft des Wettbewerbs. Im Etat für 2024 fehlen rund 500.000 Euro. Dabei schreibt der vor 54 Jahren ins Leben gerufene Wettbewerb eine Erfolgsgeschichte. Mit jährlich mehr als 800.000 teilnehmenden Schülern ist „JtfO“ der größte Schulsportwettbewerb der Welt. Noch zeigen sich die Verantwortlichen optimistisch, dass eine gute Lösung gefunden wird. Lest dazu auch den Artikel des Deutschen Leichtathletik Verbandes…

Ergebnisse Bundesfinale JTFO Rudern 2023

Beitragsbild: Im  Schülerinnen-Achtercup siegte Hanau vor Hannover und Hamburg, links JtfO-Pate Max Munski sowie hockend vom Ruder-Club Deutschland Michael Buchheit und rechts Mattes Schönherr, Schlagmann des Deutschlandachters.

von: Peter Tholl

Lehrkräftefortbildung „Rudern“ in Osnabrück

Am 5. September 2023 fand im Schülerbootshaus der Stadt Osnabrück eine Lehrkräftefortbildung zum Thema „Planung und Durchführung von Ruderwanderfahrten und -lagern“ statt. Daran nahmen 23 Lehrer*innen teil. Geleitet wurde die Fortbildung vom Vorsitzenden des Schüler-Ruder-Verbandes Niedersachsen (SRVN) Peter Tholl. Er blickt auf fast 40 Jahre Erfahrung als Protektor am Gymnasium Carolinum Osnabrück zurück. Veranstalter war die Leibniz Universität Hannover, die für die Qualitätsentwicklung an den Schulen in Niedersachsen zuständig ist.

Es wurde eine 20 Kilometer lange Halbtagesfahrt auf dem Osnabrücker Stichkanal durchgeführt. Ein wichtiges Lernziel war das Verhalten bei Tal- und Bergschleusungen. Dazu wurden im Vorfeld zwei Papiere verschickt. Nach der Ankunft am Bootshaus in Osnabrück machte Peter Tholl Anmerkungen zur Fahrtordnung auf dem Gewässer und gab die Mannschaftseinteilungen der fünf Gig-Doppelvierer bekannt. Dabei konnte er auf fünf Obleute mit entsprechender Qualifikation zurückgreifen.

Dann wurden die Boote zügig zu Wasser gelassen und es ging Richtung Hollager Schleuse. Der Fahrtenleiter telefonierte mit dem Schleusenmeister und erhielt die Auskunft, dass nach der Ausfahrt eines Gütermotorschiffes die Ruderboote einfahren können. Der Umgang mit dem Paddelhaken war für einige zunächst noch ungewohnt, aber schließlich fanden alle einen sicheren Platz an einer Leiter. Danach ruderten alle bis zum Anleger am „Toten Mann“. Hier wurde gewendet und eine Pause eingelegt.

Mit den gleichen Besatzungen ging es zurück Richtung Bootshaus. Die Ampel der Schleuse zeigte dieses Mal schon grün und  die Boote konnten einfahren. Jetzt wurde zu Berg geschleust, so dass die Bugperson das Boot an der Leiter festhielt. Alle beachteten das Motto: „Schleusenzeiten sind keine Pausenzeiten!“ So gab es auch dieses Mal keine Probleme. Die Ruderer bedankten sich für die Schleusung mit einem kräftigen Schlachtruf.

Am Bootshaus wurden die Boote gesäubert und aufs Lager gelegt. Jetzt hatten sich alle eine Pause verdient. Zur Stärkung gab es einen Mittagsimbiss. Abschließend war noch genügend Zeit für den Theorieteil. Peter Tholl gab Tipps zur Beschaffung von Informationen über unbekannte Strecken. Hier bietet das Internet eine Fülle von Hinweisen. Zusätzlich stellte der Lehrgangsleiter „Musterwanderfahrten“ auf der Ober-Weser vor.

Er ging auch ausführlich auf das Thema „Sicherheit“ ein. Die für das Wanderrudern relevanten Passagen des niedersächsischen Erlasses „Bestimmungen für den Schulsport“ wurden detailliert besprochen und es wurde auf die Bedeutung des Steuerpersonenlehrgangs für die Heranwachsenden hingewiesen. Weitere Themen waren: Kosten, Helfer, An- und Abreise, Übernachtung, Versicherung, Öffentlichkeitsarbeit etc. Die Teilnehmer bekundeten großes Interesse an einer ähnlichen Veranstaltung im Jahr 2024.

Beitragsbild: Die Teilnehmer am „Toten Mann“

von: Peter Tholl

Lehrgang Breitensport-C in Minden für Lehrer – Mehr Motivation geht kaum

„Wenn so die Zukunft des Schülerruderns in NRW aussieht, müssen wir uns keine Sorgen machen. Unglaublich wie viel man mit einer motivierten Gruppe von Sportlehrern in einer guten halben Woche erreichen kann.“ ,resümiert ein sichtlich zufriedener Peter Tholl vom Bund deutscher Schülerruderer nach der abschließenden Lehrwanderfahrt der im August in Minden durchgeführten Lehrerfortbildung des NWRVs und des Schülerruderverbandes NRW.

Durch den Rückgang der universitären Sportlehrerausbildung im Rudern der letzten Jahre bleibt der Bedarf für den Erwerb einer Trainer-C-Lizenz Breitensport für Sportlehrer auch bei der mittlerweile vierten Auflage in diesem Jahr hoch. „Wir konnten in diesem Jahr wieder 23 TeilnehmerInnen aus NRW, Niedersachsen und Hessen am Wasserstraßenkreuz begrüßen. Wir freuen uns, dass wir damit das Schülerrudern an seiner zentralsten Stelle, der Ausbildung von Ruderlehrern, weiterhin unterstützen können.“, sind sich die beiden Protektoren des Besselgymnasiums Daniel Bredemeier und Martin Meier vom Referententeam aus Minden einig.

Hauptverantwortlich für das dreitägige Programm aus einem Theorieblock zum Thema Sicherheit, Organisation einer Ruderriege, einem großen Praxisblock zur Anfängerausbildung, dem Ergometerrudern und Krafttraining und der abschließenden Wesertagesfahrt war wieder Frank Baumgart vom NWRV. „Die Mischung aus Onlineelementen zur Steuermannsausbildung, Materialkunde und methodischen Schwerpunkten der Ruderpraxis, dem Ruderpraktikum beim Heimatverein und des Präsenzteils beim Bessel-RC scheint zeitlich und inhaltlich eine für LehrerInnen weiterhin sehr interessante Alternative zu herkömmlichen Trainierausbildungen zu sein.“, umreißen Baumgart und Referent Björn Bierwirth das diesjährige Angebot. Auch wenn das Wetter in diesem Durchgang nicht wirklich mitspielte, konnten die geplanten Bauteile umgesetzt werden und das abendliche Lagerfeuer trug zur sehr ungezwungenen Atmosphäre dieses Lehrganges bei.

Beitragsbild: Gruppenfoto in der Bootshalle des Bessel RC Minden (vorne links: Lehrgangsleiter Frank Baumgard)

von Peter Tholl

 

Wanderruderpreis des DRV 2022

Der Deutsche Ruderverband hat das Ergebnis für den Wanderruderpreis 2022 veröffentlicht. Dabei wird aus der Anzahl der Aktiven, der Anzahl der Fahrtenabzeichen und der Wanderruderkilometer ein Index gebildet. Im Bereich der Schülerruderriegen siegte das Ernst-Kalkuhl-Gymnasium Bonn. Die Preise werden im Rahmen eines Festaktes beim deutschen Wanderrudertreffen im September in Neuss verliehen.

Die ersten sechs Schulen:

  1.  Ernst-Kalkuhl-Gymnasium Bonn (45 Ruderer / 11 Fahrtenabzeichen / 9936 Wanderfahrtskilometer / 53973 Punkte)
  2.  Kopernikus-Gymnasium Niederkassel (28 Ruderer / 5 FA / 6165 km /39318 Punkte)
  3.  Gymnasium Carolinum (97 Ruderer / 22 FA / 8962 km / 20955 Punkte)
  4.  Pädagogium Bad Godesberg (49 Ruderer / 4 FA / 4975 km / 8288 Punkte)
  5.  Leibniz-Gymnasium Bad Schwartau (26 Ruderer / 3 FA / 1212 km / 5379 Punkte)
  6.  Adolfinum Bückeburg (67 Ruderer / 1 FA / 56 km / 12 Punkte)

Beitragsbild: Schülerruderer auf der Elbe in Meißen.

von Peter Tholl

Landesentscheid JTFO Niedersachsen

Am 25./26. Juni 2023 fand der Landesentscheid des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ im Rudern bei herrlichem Sommerwetter auf dem Maschsee in Hannover statt. Im Vergleich zum letzten Wettkampf vor der Pandemie stagnieren die Teilnehmerzahlen auf niedrigem Niveau.

Es hatten wie 2022 nur neun Schulen (2019: 17 Schulen) Aktive für 465 Roll- bzw. Steuersitze (2019: 690 Sitze, 2022: 506 Sitze) gemeldet. Das bedeutet bei den Teilnehmerzahlen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal einen Rückgang um 8%. Hier sind Kraftanstrengungen und Kreativität von allen Beteiligten erforderlich, um schnell die „Corona-Talsohle“ zu verlassen.

Zu den Finals am Montag erschien aus dem Kultusministerium Alexander Diefenbach. Er ist dort zuständig für die Wettbewerb „JtfO“. Er war beeindruckt von den gezeigten Leistungen der Schülerinnen und Schüler, von der entspannten Atmosphäre auf dem Regattaplatz und von der guten Organisation.

Erfolgreiste Schule war die Bismarckschule Hannover (5 erste, 4 zweite Plätze, 1 dritter Platz). Es folgen: die Humboldtschule Hannover (5/2/1), das Ratsgymnasium Osnabrück (4/5/5), die Albert-Schweitzer-Schule Nienburg (3/1/0), das Carolinum Osnabrück (2/5/5), die Schillerschule Hannover (1/2/0) und das Gymnasium Bersenbrück (0/0/2). Zum niedersächsischen Team beim Bundesfinale in Berlin gehören drei Boote von der Humboldtschule, zwei von der Schillerschule, der Achter vom Ratsgymnasium sowie jeweils ein Vierer vom Carolinum und von der Bismarckschule.

Bei der abschließenden Besprechung der beteiligten Protektoren kam Wehmut auf, da dies der letzte Landesentscheid war, bei dem es um acht „Berlin-Fahrkarten“ ging. Ab 2024 können sich nur noch vier Teams für das Bundesfinale qualifizieren. Die damit verbundenen Konsequenzen wurden schmerzlich registriert. Vorsitzender Peter Tholl plädierte für die Einführung von Deutsche Schülermeisterschaften. Sie können ein Ausweg aus der schwierigen Situation sein und das Schülerrudern in der Breite beleben.

 Beitragsbild: Der siegreiche Rats-Achter.

 von Peter Tholl

Row for the Planet – Hamburger Ruderer im ERASMUS+ Projekt

16 Hamburger Ruderer im internationalen ERASMUS+ Projekt für nachhaltige Ruderreviere in ihrer Stadt

Seit den letzten Sommerferien beschäftigen sich 16 Hamburger Ruderinnen und Ruderer von drei verschiedenen Hamburger Schulen (Wilhelm-Gymnasium, Wichern-Schule und Matthias-Claudius- Gymnasium) in einem von ERASMUS + und dem deutsch-französischen Jugendwerk (OFAJ) co-finanzierten europäischem Projekt neben der Schule und dem Leistungssport intensiv mit der Ökologie der Ruderreviere, auf denen sie tagtäglich trainieren. Dies sind in Hamburg die Alster samt der Alster-Kanäle und die Dove Elbe. Träger des Projektes ist in Hamburg der AAC/NRB – Landesruderverband Hamburg.

Es wird gemessen, organisiert, recherchiert und informiert. Am 14. Juni 2023 wurden die Ergebnisse auf Hamburgs größter Schulregatta, dem Landesentscheid für das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ den 600 teilnehmenden Hamburger Schüler-Ruderinnen und Ruderern präsentiert. Die Regatta fand am Bootshaus des Ruder-Club Favorite Hammonia statt.

Das ERASMUS+ ROW FOR THE PLANET Team HAMBURG stellte die Ergebnisse der 3 Schulen vor, animierte mit einem Quiz rund ums Thema mit dem Glücksrad und kam ins Gespräch mit Hamburgs rudernden Schülern & Schülerinnen auf dem Landesentscheid.

Drei Wochen später geht es für die 16 Sportlerinnen für zwei Wochen in ein internationales Camp an die Cote d’Azur. Hier treffen sich die Hamburger dann mit den jungen ProjektteilnehmerInnen aus Frankreich und Italien, um sich gegenseitig ihre Projekte vorzustellen und ihre wissenschaftlichen und ökologischen Erkenntnisse der 3 Ländergruppen auszutauschen, aber auch um gemeinsam Sport zu treiben – auf dem Wasser und an Land. Und natürlich so den europäischen Grundgedanken in jungem Alter zu erleben und nachhaltig mit zu prägen.

Text: Maya Engelmann
Foto: Birgit Eckmann

Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ und Hamburger Meisterschaft im Schulrudern 2023

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen versammelten sich dieses Jahr wieder die ruderbegeisterten Schüler*innen von 14 beteiligten Schulen mit ihren Obleuten an der Außenalster. Der Ruder-Club Favorite Hammonia (Fari) und der Hamburger und Germania Ruder Club (Club) stellten freundlicher Weise wieder Stege und Vereinsgelände zur Verfügung, so dass ein recht reibungsloser Ablauf trotz der Größe des diesjährigen Meldefeldes von 122 Booten und insgesamt 630 Rollsitzen gewährleistet werden konnte.

Auffrischender Seiten- bis Gegenwind erschwerte im Laufe der Regatta zunehmend die Rennbedingungen, die von Neulingen und Anfängern bis zu den Mannschaften in den Qualifikationsrennen für das Bundesfinale JTFO in Berlin zu meistern waren. Gestartet wurde, wie üblich, kurz vor dem Fähranleger „Alte Rabenstraße“ und die Ziellinie befand sich auf Höhe der Fari. Vor allem für die Anfänger war es bei dem Seitenwind im Startbereich eine Herausforderung, die Boote vor dem Start optimal auszurichten.

Bei den Jungs der Altersklasse 2009-2011 im gesteuerten Renndoppelvierer gab es sieben Meldungen, so dass zwei Vorläufe bestritten werden mussten. Im Finale setzten sich die Jungs der Sophie-Barat-Schule knapp vor der Heinrich-Hertz Schule durch und lösten somit die Fahrkarte für das vom 17. bis 21. September in der Hauptstadt ausgerichtete Bundesfinale. Bei den Mädchen der gleichen Boots- und Altersklasse gab es sogar 8 konkurrierende Boote. Im Finale dominierte hier die Mannschaft des Wilhelm-Gymnasiums das Rennen deutlich und sicherte sich so den Sieg und die Qualifikation.

Im Renndoppelvierer mit Steuermann der Jahrgänge 2006-2008 ruderten die Jungs vom Matthias-Claudius-Gymnasium  vor dem Wilhelm-Gymnasium über die Ziellinie und sicherten sich somit das Ticket nach Berlin. Die Boote der Konkurrenz von der Sophie-Barat-Schule und dem Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium hatten Pech – beide erlitten einen Skullbruch und konnten schlussendlich nur jeweils mit drei aktiven Ruderern die  Strecke bewältigen.

Im Gig-Doppelvierer setzte sich das Team vom Wilhelm-Gymnasium in einem Sechs-Boote-Feld knapp gegen den Vierer vom Matthias-Claudius Gymnasium durch und wird so Hamburg in Berlin vertreten. Leicht hatte es in diesem Jahr wieder der gleichaltrige Riemen-Gigvierer der Jungs vom Matthias-Claudius Gymnasium. Ohne Gegenmeldung haben sie sich die Berlin-Qualifikation gesichert.

Bei den Mädchen der gleichen Altersklasse gewann das Boot der Wichern-Schule das Rennen im Renndoppelvierer. Die Crew vom Mathias-Claudius-Gymnasium setzte sich im Gig- Doppelvierer durch und so werden diese Boote  in Berlin an den Start zu gehen.

Im Achter gab es nur eine Meldung des Heilwig-Gymnasiums, so dass dieses Boot Hamburg in Berlin vertreten wird.  Die Achter- Mannschaft der Stadtteilschule Alter Teichweg  des Jahrgangs 2006  und älter konnte sich deutlich gegen das Boot des Eimsbüttler Modells durchsetzen, so dass sie beim Schüler-Achter-Cup der DRJ in Berlin, der im Rahmen des Bundesfinales ausgetragen wird, an den Start gehen werden.

Hier sind die Ergebnisse:
  Ergebnisse Landesentscheid 2023
  Programm Landesentscheid 2023

Link: Homepage des Hamburger Schüler-Ruderverbands

Fotos: Birgit Eckmann
Text: Katja Tommek